Landesstiftung Miteinander in Hessen

Flüchtlinge brauchen Hilfe. Hessen will helfen. Wir bringen beide zusammen.

Menschlichkeit – das ist die Motivation der Aktion „People Like Me – Miteinander für Flüchtlinge“. Denn Flüchtlinge brauchen Hilfe. Hessen will helfen. Und wir bringen beide zusammen. Dafür dient diese Plattform – als Schnittstelle zwischen Hilfsgesuchen und Hilfsangeboten in ganz Hessen. Flüchtlingsunterkünfte oder Hilfsprojekte können hier gezielt angeben, welche Art der Unterstützung gerade dringend gesucht wird: ob Kinderklamotten in Gießen, helfende Hände in Kassel oder Fahrräder in Darmstadt. Helfer können auf einen Blick sehen, wie sie in ihrer Region helfen können. Damit die Hilfe dort ankommt, wo sie tatsächlich gebraucht wird. Die Aktion soll auch einen Beitrag dazu leisten, den Zusammenhalt in Hessen zu stärken.

Bei Fragen zur Aktion oder zur Registrierung senden Sie uns bitte eine E-Mail an peoplelikeme(at)mih.hessen.de oder melden Sie sich bei unserer Hotline 0611 971 554 18.

 

FAQ

Worum geht es bei der Aktion „People Like Me – Miteinander für Flüchtlinge“?

Um Menschlichkeit. Mit der Aktion „People Like Me – Gemeinsam für Flüchtlinge“ möchten wir die Hilfsbereitschaft der Hessen unterstützen. Dafür dient diese Internetplattform als Schnittstelle zwischen Hilfsgesuchen und Hilfsangeboten. So können zum Beispiel Flüchtlingsunterkünfte oder Hilfsprojekte gezielt angeben, welche Art der Unterstützung gerade konkret gebraucht wird. Die Hessen wiederum wissen somit genau, wie und wo sie am besten helfen können.

 

Wie kam es zu der Aktion?

Bei der Recherche zu den Themenschwerpunkten zu Flüchtlingen in Hessen für die Hörfunkwellen hr3 und YOU FM war Redakteurin Kerstin Platsch auch in hessischen Flüchtlingsunterkünften unterwegs. Dort hat sie erfahren, dass die Hilfsbereitschaft zwar groß ist, aber leider nicht immer das gespendet wird, was gerade am dringendsten gebraucht wird: „Die Flüchtlingsunterkunft hatte einen ganzen Stapel Winterpullis. Am nötigsten waren aber ein Stillkissen und Babyklamotten, weil vier Tage vorher ein Baby geboren wurde.“ Sie rief zu einer internen Spenden-Aktion auf und war überwältigt von den zahlreichen Spenden.

 

Reicht es nicht, wenn die Kirchen, das Deutsche Rote Kreuz oder Caritas Hilfe anbieten, müssen wir das auch noch machen?

Nichtregierungsorganisationen und Kirchen kommen allmählich an ihre Grenzen des Machbaren. Die Spendenunterstützung kann von ihnen nicht organisiert werden – es würde zu viel Personal und Lagerraum benötigt werden. Mit unserer Internetplattform entlasten und unterstützen wir sie nicht nur, sondern sie bildet hessenweit eine Schnittstelle zwischen Hilfsgesuchen und Hilfsangeboten. So kann direkt dorthin gespendet werden, wo die Spenden benötigt werden.

 

Wie funktioniert die Plattform?

Die Organisationen melden ihr Hilfsgesuch über diesen Link an. Die Nutzer erfahren hier, was an Hilfe oder Sachspenden benötigt wird und wie und wo diese angenommen werden.

 

Bekommen die Flüchtlinge nicht schon genug Geld?

Das stimmt so nicht. Im Vergleich zu einem Hartz-IV-Empfänger, der als Single 404 Euro im Monat bekommt, erhält ein alleinstehender Asylbewerber in den ersten 15 Monaten seines Aufenthalts 364 Euro, also 40 Euro weniger. Der Bedarf eines Asylbewerbers untergliedert sich in den notwendigen persönlichen Bedarf ( früher als Taschengeld bezeichnet) und den notwendigen Bedarf zum Leben. Dazu sind sowohl für einen Hartz-IV –Empfänger als auch für einen Asylbewerber Kosten für eine Unterkunft zu tragen. Dies erfolgt entweder durch die Übernahme der Miete oder durch die Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge. Dies rechtfertigt sich aus dem Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum, welches allen Menschen in Deutschland zusteht.

Wenn ein Asylbewerber noch seitens des Landes in einer Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht ist, dann werden dort alle notwendigen Bedarfe in Form von Sachleistungen gedeckt (Essen, Kleidung etc.) und es wird lediglich der Bargeldbetrag für den notwendigen persönlichen Bedarf (Taschengeld) gewährt. Dies beläuft sich bei einem alleinstehenden volljährigen Asylbewerber auf 145 € im Monat (Betrag 2016). Erfolgt im Anschluss daran eine Unterbringung in Gemeinschaftsunterkunft in einer Kommune, dann erhält der Asylbewerber dort keine Vollversorgung mehr und muss sich selbstversorgen. Deshalb bekommen Asylbewerber in Gemeinschaftsunterkünften Geldleistungen für den notwendigen Bedarf (Essen, Kleidung, Hygieneartikel etc.) sowie für den notwendigen persönlichen Bedarf (Taschengeld). Diese Bedarfe sind nicht bei allen Asylbewerber gleich, sondern werden entsprechend den Regelungen in den Sozialgesetzbüchern nach Regelbedarfsstufen gewährt. Hierbei wird nach Familienstand und Alter differenziert. Ein alleinstehender Asylbewerber bekommt daher 145 € für den persönlichen Bedarf und 219 € für den notwendigen Bedarf, insgesamt somit 364 € im Monat. Nach 15 Monaten Aufenthalt in der Bundesrepublik haben Asylbewerber Anspruch auf sogenannte Analogleistungen, d.h. sie erhalten Leistungen gemäß dem SGB XII (Sozialhilfe) analog. Das ist dann so viel wie Hartz IV, aber eben nicht mehr.

 

Wie kann ich meine Flüchtlingsunterkunft bzw. mein Hilfsprojekt registrieren, um Gesuche online zu stellen?

Wir legen für alle Flüchtlingsunterkünfte und Hilfsprojekte einen eigenen Account an, mit dem Gesuche online gestellt werden können. Wenn Sie einen Account haben möchten, schicken Sie uns bitte eine E-Mail an peoplelikeme@mih.hessen.de mit Vor- und Nachname, Name der Einrichtung, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Wir schicken Ihnen anschließend Ihre Login-Daten zu.

People Like Me Logo

 

 

Initiiert und unterstützt von:
Logos HR3 und YouFM