Landesstiftung Miteinander in Hessen

Jetzt bewerben!

Bewerbungsbogen ausfüllen und abschicken



Kontaktdaten:


Hessische Staatskanzlei
Tel.: 0611 32 114861
E-Mail: treffpunkte@stk.hessen.de


Landesstiftung “Miteinander in Hessen”
Tel.: 0611 94 58 44 10
E-Mail: treffpunkte@stiftung-mih.de

Alter Treffpunkt – Neuer Anstrich.

Im Rahmen des Modellvorhabens suchen wir Initiativen, die mit innovativen und frischen Ideen einen alten Treffpunkt (1) oder Leerstand (wieder)beleben möchten. Gruppen, die mit Hilfe von bürgerschaftlichem Engagement einem Ort der Begegnung im übertragenen Sinne einen neuen Anstrich verpassen.

(1) Dorfgemeinschaftshäuser, Vereinsheime, Gemeindesäle, ehemalige Gaststätten, Kneipen, Kioske oder Geschäfte

 

Vor Ort gibt es die Ideen – wir liefern die Expertinnen und Experten

Wir unterstützen die Initiativen dabei mit einem Starthilfe-Paket: einem Pool von Expertinnen und Experten sowie Moderation, Coaching und Beratung. Zielsetzung ist die Entwicklung eines nachhaltigen Konzepts inkl. Finanzierungsplans, das in der Folge aus eigener Kraft umgesetzt werden kann. Die Identifikation von Förder- bzw. Finanzierungsmöglichkeiten ist dabei Teil der Unterstützungsleistung. Darüber hinaus werden wir einen Austausch über die lokalen Grenzen hinaus initiieren, damit auch Andere in Hessen von den Erfahrungen und dem gesammelten Wissen profitieren.

Jetzt bewerben!

Es gibt erste Ideen, wie ein Treffpunkt wiederbelebt werden könnte, bislang hat aber der letzte Anstoß gefehlt, die Sache anzupacken. Dann ist das Modellvorhaben dieser Impuls. Jetzt den Bewerbungsbogen herunterladen, ausfüllen und abschicken an: treffpunkte@stiftung-mih.de

Zudem sind Fotos von der Räumlichkeit bzw. dem Objekt sowie kurze Videos eine Bereicherung und als Ergänzung zur Bewerbung gerne willkommen.

Bewerbungen können bis zum 15. Oktober 2021 eingereicht werden. Ende Oktober 2021 entscheidet eine Fachjury, welche Initiativen in das Modellvorhaben aufgenommen werden. Die Konzeptphase startet dann Anfang November 2021.


Ausschreibung

„Alter Treffpunkt – NEUER ANSTRICH. Starthilfe für kreative Köpfe“

Unterstützung von Initiativen bei der Entwicklung kreativer Konzepte zum (Wieder-)Aufbau sozialer Treffpunkte nach der Corona-Pandemie.

Wir suchen Initiativen, die beabsichtigen mit einem kreativen Konzept einen alten Treffpunkt oder Leerstand in einen lebendigen Ort der Begegnung und des Austauschs zu wandeln. Diese Initiativen können sich im Rahmen des Modellvorhabens um Starthilfe für die Konzeptphase bewerben.

 

Hintergrund

Die Folgen der Corona-Pandemie sind auch in hessischen Kommunen zu spüren. Ländliche Kommunen erfahren zum einen neue Wertschätzung als Wohn- und Arbeitsorte, gleichzeitig ist vielerorts ein Verlust von sozialen Orten der Begegnung zu beobachten. Damit stellt sich mit Blick auf die Zeit nach der Pandemie die Frage, wie die Menschen vor Ort dabei unterstützt werden können, alte Treffpunkte oder Leerstände wieder zu beleben. Das Modellvorhaben fokussiert sich daher auf einen Neustart nach Corona in ausgewählten Kommunen und unterstützt hier beim „Wiederaufbau“ sozialer Orte der Begegnung.

Denn Orte der Begegnung tragen wesentlich zur Lebensqualität vor Ort bei. Ob Gaststätte, Dorfladen, Postfiliale oder Dorfgemeinschaftshaus: Mit ihrer Schließung gehen nicht nur Dienstleistungen oder Angebote der Nahversorgung verloren, sondern lebendige Treffpunkte bzw. Orte der Begegnung. Sie sind Grundlage demokratischen Austauschs, fördern den Zusammenhalt vor Ort und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Für den Erhalt und die Förderung einer aktiven Zivilgesellschaft sind sie unersetzlich.

Vielfach werden diese Verluste von Initiativen aus engagierten kreativen Köpfen vor Ort aufgefangen. Zumeist im Zusammenspiel mit den Kommunen werden etwa genossenschaftliche Gaststätten (wieder-)aufgebaut oder ein Erzählsalon im früheren Postgebäude eingerichtet. Wenn eine Idee gemeinsam in Angriff genommen wird, ist vieles möglich und die Bandbreite an kreativen kleinen und großen Projekten in Hessen ist groß.

Oftmals kann der Rückbau an Infrastruktur jedoch nicht vollständig durch ehrenamtliches Engagement kompensiert werden. Eine Folge ist die Abnahme von Lebensqualität durch den Verlust von öffentlichen Orten, an denen Gemeinschaft erlebt werden kann.

Die Hessische Staatskanzlei und die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ unterstützen mit dem Modellvorhaben daher kreative Köpfe dabei, alten Treffpunkten „einen neuen Anstrich zu verpassen“. Gemeinschaftlich sollen Konzepte erarbeitet werden, um leerstehende Räumlichkeiten mit neuem Leben zu füllen – von der Bevölkerung vor Ort für die Bevölkerung vor Ort. Unterstützt wird im Rahmen des Modellvorhabens der individuelle Bedarf an fachlicher Expertise im Zusammenhang mit der Erstellung eines nachhaltigen Konzepts inkl. Finanzierung (Business-Plan) sowie Moderation, Coaching, Beratung in der Entwicklungsphase. Voraussetzung dafür ist eine innovative Idee bzw. ein kreativer Ansatz für den „Neuanstrich“ des Dorftreffpunktes von morgen.

Die Erfahrungen und Ideen der Initiativen sollen im Rahmen von Erfahrungsaustauschen und Vernetzungstreffen auch Anderen verfügbar gemacht werden.

 

Zielsetzung

Der Aufruf richtet sich an Initiativen, die ein nachhaltiges Konzept (Business-Plan) mit der Unterstützung von Expertinnen und Experten entwickeln möchten, und zwar an einem Ort, an dem die noch vorhandenen Treffpunkte akut von der Schließung bedroht sind oder es gar keine Treffpunkte mehr gibt.

Da jeder Ort über eigene soziale Gefüge, materielle Infrastrukturen und Voraussetzungen verfügt, können dies unterschiedliche Orte und Projekte sein: Die ehemalige Gaststätte, das Vereinsheim, das Dorfgemeinschaftshaus, das alte Rathaus, ein leeres Geschäft oder andere einzelne Räumlichkeiten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Im Idealfall lässt sich der innovative Ansatz auch auf andere Orte in Hessen übertragen oder es lassen sich Empfehlungen für andere Initiativen ableiten.

Das Modellvorhaben setzt darauf, die Initiativen und ihre kreativen Köpfe aktiv zu begleiten, so dass ein nachhaltiges Konzept inkl. Finanzierungsplan entsteht, das in der Folge eigenständig umgesetzt werden kann. Die Identifikation von Förder- bzw. Finanzierungsmöglichkeiten ist dabei Teil der Konzepterstellung.

Während der Laufzeit des Modellvorhabens soll ein gezielter Erfahrungsaustausch der beteiligten Initiativen untereinander sowie mit anderen Interessierten stattfinden.

Die Ziele des Modellvorhabens sind:

  • Kreative Köpfe unterstützen – aus dem Dorf für das Dorf: Durch eine professionelle und auf den konkreten Einzelfall zugeschnittene Begleitung werden lokale Initiativen dabei unterstützt, ein Konzept und einen konkreten Umsetzungsplan für ihre Projektidee zu entwickeln. Die Umsetzung soll anschließend vor Ort eigenständig erfolgen.
  • Alter Treffpunkt – Neuer Anstrich: Die Lebensqualität vor Ort soll durch die (Wieder)Belebung sozialer Treffpunkte nachhaltig verbessert und die Gemeinschaft damit gestärkt werden.
  • Vernetzung und Wissenstransfer: Andere Initiativen in Hessen sollen von den Erfahrungen und dem gesammelten Wissen profitieren. Für eine Verstetigung und nachhaltigen Erfolg der einzelnen Projekte ist der Austausch über die kommunalen Grenzen hinaus wertvoll und wichtig.
  • Von der Idee zur Umsetzung – Auswertung der Erkenntnisse: Hindernisse und Lösungswege. Inwieweit kann das Einzelergebnis auf andere Kommunen/Orte übertragen werden? Wie kann gewährleistet werden, dass das Projekt nach der Umsetzung dauerhaft ohne Förderung besteht? Die Erkenntnisse fließen in die Überlegungen zur Fortführung und Weiterentwicklung des Vorhabens sowie die Entwicklung von zukünftigen Fördermaßnahmen durch die Staatskanzlei ein.

 

Finanzierbare Leistungen

Die Hessische Staatskanzlei unterstützt die Qualifizierung und professionelle Beratung von Initiativen innerhalb der Konzeptphase. In 2022 werden die Projekte eigenständig durch die Initiativen umgesetzt. Vorbehaltlich haushaltsrechtlicher Möglichkeiten wird die Unterstützung in 2022 fortgesetzt werden.

Die zur Verfügung stehenden Mittel sollen tragfähige, nachhaltige Konzepte durch den Zugriff auf einen Pool von Expertinnen hervorbringen, u.a. Beratung zu folgenden Themen:

  • Akquise von Fördermitteln
  • Finanzen und Buchhaltung
  • Rechtsformen (z.B. Genossenschaft)
  • Ggf. erforderliche Baumaßnahmen
  • Maßnahmen zur Vermarktung / Öffentlichkeitsarbeit
  • Steigerung von bürgerschaftlichem Engagement / Gewinnung von Mitstreiterinnen.

Darüber hinaus werden die Mitwirkung an und Beiträge zu projektbegleitenden Veranstaltungen sowie der Austausch und die Vernetzung mit anderen Kommunen oder Institutionen unterstützt. Nicht finanzierbar sind eigene Personalausgaben sowie Investitionskosten.

 

Wer kann mitmachen?

Das hessenweite Modellvorhaben zielt auf den (Wieder-)Aufbau lebendiger Treffpunkte unter Einsatz ehrenamtlichen Engagements. Bewerben können sich Initiativen (1), die mit der Unterstützung von Expertinnen einen alten Treffpunkt oder Leerstand wieder mit Leben füllen möchten. Wesentlich für die Auswahl ist die erkennbar hohe Motivation der Initiativen, ihr Projekt im Anschluss an die Konzeptionsphase auch umzusetzen. Eine gelungene Vernetzung und Zusammenarbeit mit der Kommune ist dabei hilfreich. Zudem ist die Kooperation mit weiteren Einrichtungen, Vereinen oder Initiativen von Vorteil, um gemeinsam die Entwicklung vor Ort voranzubringen. Ziel ist es, dass das Projekt partizipativ und am Bedarf orientiert umgesetzt wird. Bewerben können sich Initiativen, Organisationen, Institutionen und. Eine bereits zum Zeitpunkt der Bewerbung vorhandene Rechtsform ist keine Bedingung für die Bewerbung.

Darüber hinaus sollten folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Die für das Projekt verantwortliche Person ist volljährig und hat ihren Wohnsitz in Hessen
  • Der Ort, an dem sich der Treffpunkt befindet, ist in nachteiliger Weise von Leerstand betroffen
  • Der/die Bürgermeister(in) und die Gemeindevertretung unterstützen das Vorhaben aktiv
  • Die Initiative möchte gemeinsam und ehrenamtlich ein innovatives und nachhaltiges Nutzungskonzept für einen Treffpunkt / eine leerstehende Räumlichkeit entwickeln und nachhaltig umsetzen
  • Das Projekt fördert soziale Teilhabe, Austausch und Begegnungen vor Ort
  • Eine realistische Umsetzung des Projekts durch bürgerschaftliches Engagement muss nachvollziehbar dargelegt werden.

 

Wie weit muss die Idee bereits entwickelt sein?

Die Ausschreibung ist offen und richtet sich an:

  • Projekte in einer fortgeschrittenen Ideenphase
  • Projekte, die sich kurz vor der Umsetzung befinden und noch Beratungsbedarf haben.

 

Welche Bedingungen sind mit der Teilnahme verbunden?

Initiativen, die in das Programm aufgenommen werden:

  • Erklären sich bereit regelmäßig digitale Werkzeuge zum Beispiel für Online-Besprechung und zur Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen, da die Projektbegleitung auch online stattfinden wird.
  • Das Projekt zu professionalisieren und dazu Rückmeldungen von Coaches und fachlichen Expertinnen zu nutzen, um auch "unbequeme" Fragen und Aufgaben anzugehen.
  • An einem hessenweiten Netzwerk der Initiativen zur Wiederbelebung von Treffpunkten mitzuwirken und sich auch über die Förderphase hinaus daran zu beteiligen.
  • Die Bereitschaft, sich über den Projektverlauf mit anderen auszutauschen und von anderen zu lernen: das heißt, gewonnenes Wissen und Expertisen zu teilen und ebenfalls aktive Beiträge zu leisten
  • Für die öffentliche Kommunikation zum Modellvorhaben, ggf. Filme, Statements für die Presse- und Öffentlichkeit etc. zur Verfügung zu stellen.
  • Aus den schriftlich eingereichten Bewerbungen muss eine konkrete Einschätzung des geplanten Projektvorhabens/des Leerstands sowie der Initiative möglich sein. Die Teilnahme an anderen Förderprogrammen steht der Teilnahme am Modellvorhaben nicht entgegen.