Landesstiftung Miteinander in Hessen

17. Januar 2017

Unabhängigkeit und Eigenständigkeit sind wesentliche Voraussetzungen

Von links nach rechts: Heinz Zielinski, Urban Mauer, Helmut Reitze, Claudia Müller-Eising, Gabriele Eick, Herbert Landau, Axel Wintermeyer und Hans-Dieter Brenner

Landesstiftung schließt Umstrukturierung ab: Gremien von „Miteinander in Hessen“ neu besetzt

Wiesbaden, den 17. Januar 2017 – Die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ hat ihre Umstrukturierung abgeschlossen und ist gestärkt ins neue Jahr gestartet. Der Vorstand wurde auf drei Personen verkleinert und ein Stiftungsrat als Kontrollorgan neu eingerichtet. Die Mitglieder beider Gremien waren Ende letzten Jahres von der Hessischen Landesregierung neu berufen worden, Anfang der Woche haben sie sich zur konstituierenden Sitzung in Wiesbaden getroffen. Dem deutlich kleineren Vorstand gehören an: Claudia Müller-Eising, als geschäftsführender Vorstand sowie Urban Mauer und Heinz Zielinski als ehrenamtliche Vorstände.

Als Aufsichtsgremium, auch unter dem Gesichtspunkt einer guten Unternehmens- bzw. Stiftungsführung, wurde ein Stiftungsrat als zusätzliches Organ eingerichtet. Der Stiftungsrat übernimmt die Kontrollfunktionen, die bisher beim Kuratorium lagen. Mindestens ein Mitglied des Rates muss daher besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Rechnungslegung sowie mit internen Kontrollverfahren mitbringen. Die Landesstiftung orientiert sich damit an den Standards des Deutschen Corporate Governance Kodex, um als öffentlich-rechtliche Landesstiftung nicht nur intern, sondern auch gegenüber der Öffentlichkeit ein hohes Maß an Transparenz und interner Kontrolle zu gewährleisten.

In den neu eingerichtet Stiftungsrat wurden berufen: Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei, als Vorsitzender, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Landesbank Hessen-Thüringen, Hans-Dieter Brenner, als stellvertretender Vorsitzender sowie die Unternehmerin Gabriele Eick, der frühere Richter des Bundesverfassungsgerichts, Herbert Landau und der vormalige Intendant des Hessischen Rundfunks, Helmut Reitze.

Die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ wurde im November 2011 von der Hessischen Landesregierung errichtet. Ministerpräsident Volker Bouffier ist Vorsitzender des Kuratoriums. In der Anfangsphase war die klassische Projektförderung zentraler Bestandteil der Stiftungszweckerfüllung. Eine interne Evaluierung der Aufbauphase, die im Herbst 2015 vom damaligen Vorstand unter dem Vorsitz von Staatsminister Wintermeyer angestoßen wurde, hatte eine Neuordnung der Gremienstrukturen inklusive Aufgabenzuschnitt und eine Neufassung der Satzung zur Folge. Die neue Satzung sieht einen verkleinerten Vorstand von drei bis maximal fünf Mitgliedern vor. Zudem wurde die Möglichkeit geschaffen, dass ein Mitglied als geschäftsführender Vorstand hauptamtlich die Geschäfte verantwortet. Der Stiftungsrat wurde als Kontrollorgan ergänzt. Durch diese Neuerungen wird das Kuratorium in seiner beratenden Funktion gestärkt und seine Mitglieder können sich ab sofort vor allem auf inhaltliche Diskussionen konzentrieren.

Zielsetzung der Landesregierung ist es, über die Landesstiftung zivilgesellschaftliche Strukturen außerhalb der Politik zu aktivieren, um das bürgerschaftliche Engagement unabhängig von politischen Konstellationen nachhaltig und langfristig zu stärken und zu fördern. Die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit der Landesstiftung sind dafür nicht nur eine wesentliche Voraussetzung, sondern langfristig auch ihr Erfolgsfaktor.

„Die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ unterstützt das facettenreiche bürgerschaftliche Engagement in Hessen und setzt gezielte Impulse. Sie fördert den Einfallsreichtum und die Bereitschaft, in unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen und an freiwilligen Lösungen von Zukunftsaufgaben mitzuwirken. Die Stiftung hat sich weiterentwickelt, neben der Projektförderung wird die Umsetzung von Kooperationsprojekten und eigenen Projekte in Zukunft eine wesentlich stärke Rolle spielen, als dies in der Vergangenheit der Fall war“, betonte Vorstandsmitglied Müller-Eising am Montag in Wiesbaden.